Biwakflug in Norwegen ...
Norwegen ist nicht das Land, an das man spontan denkt, wenn man den Begriff Biwakflug erwähnt ...
Julien DUSSERRE erzählt uns von seiner Reise, die er diesen Sommer zusammen mit Antoine GIRARD unternommen hat. Julien flog mit dem Kolibri, die Referenz für Biwakflüge.
2020 sollte das Jahr sein, um in Pakistan zu fliegen, aber die Covid-19-Pandemie hat es anders entschieden. Unser Plan B mit Antoine GIRARD wird dann sein, Südnorwegen im Biwakflug zu durchqueren. Von Kristiansand aus sollten wir nach Trondheim fliegen. Das sind etwa 600 km.
Anfang August landen wir in Norwegen mit einer Autonomie von 17 Tagen, d. h. 30 kg pro Person auf dem Rücken. Wir entdecken ein Land, das aufgrund seiner Landschaft, seiner Fjorde, seiner Seen, seiner Tierwelt und seiner unberührten Natur auf den Hochebenen unglaublich schön ist.
Für den Freiflug bleibt Norwegen eine Herausforderung für Geduld. Das Wetter ist launisch, die Luftfeuchtigkeit sehr hoch und der Luftmasse fehlt es an Instabilität. Es ist der Streckenrekord des Landes von über 200 km, der uns die Möglichkeit zu schönen Flügen in Aussicht stellt.
Während der gesamten Reise hatten wir die Unterstützung und den herzlichen Empfang der norwegischen Freifluggemeinschaft. Außerdem begleiteten uns auf einem Teil der Reise zwei der besten skandinavischen Piloten: Johannes HELLELAND (Hubschrauberpilot und Wetterexperte) und Dagfinn GRANENG, der Norwegen bei der nächsten XAlps sicher vertreten wird.
Mit diesem fröhlichen Team teilten wir die Tücken einer solchen Strecke. Starke Winde, dann strömender Regen. Die Unwägbarkeiten des Gruppenflugs. Die Flüge über den langen Wäldern, bei denen einem der Atem stockt. Die Spannung, die nächste Thermik zu finden. Die langen Wanderungen durch die Sümpfe und die meisterhaften Angelsessions. Um mich bei diesem Abenteuer zu unterstützen, konnte ich wieder einmal die Vorteile der Vielseitigkeit des Kolibri-Gurtzeugs genießen. Mehr als beladen, bleibt es komfortabel und präzise zu steuern.